Anlässe FTV 2015

Adventsfeier

An einem nebligen, feuchtkalten Abend konnte die Präsidentin Vreni Roppel 34 Frauen zur Adventsfeier im Saal des Alten Marienheimes (der uns wiederum von der Röm. Kath Kirchgemeinde gratis zur Benützung überlassen wurde. Danke!) begrüssen. Ein besonderes Willkommen entbot sie den beiden neuen Turnerinnen Margrit Schmidli und Serena Klopfenstein. Die Anwesenden doppelten mit einem Applaus für die beiden nach. Vreni kündigte einige Überraschungen für den Abend an, verriet, dass Margrit Liechti die Tische am Nachmittag so hübsch dekoriert habe, wie üblich mit Kerzen, „Tannechries“, Spanischen Nüssli, Mandarinen und Schöggeli zum Knabbern. Sie sei nicht anwesend, weil sie den Geburtstag ihrer beiden Söhne an diesem Abend im Kreise der Familie feiere. Die hübschen Lebkuchen-Herzen stammten aus Sonjas Bäckerei. Vielen Dank! Unverzüglich begann eine allgemeine, angeregte Unterhaltung und die Knabberei. Nachdem alle mit Tranksame versorgt waren, wurde auf einen gemütlichen Abend angestossen.
Als Vorspeise wurde ein hübsch angerichteter Salatteller mit Nüssli- und Selleriesalat samt einem Stücklein Pastete serviert. Er war nicht nur hübsch, sondern schmeckte auch ausgezeichnet!

 

Als 1. Überraschung wurde der 2. Gang präsentiert: Kalbfleischpastetli, und sie schmeckten wunderbar! Da begann gleich ein Aufzählen all der feinen Dinge, die wir in den letzten Jahren offeriert bekamen! So wohlumsorgt von den Vorstandsfrauen, liessen wir‘s uns wohlsein!
Vreni Roppel unterbrach die angeregte Unterhaltung, um die scheidende „Schwadertante“ zu verabschieden. Dieselbe musste ihren Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, was ihr als Wasserratte nicht ganz leicht fiel. Sie wurde von der Präsidentin mit warmen Worten und einem Büchergutschein verabschiedet. Sie staunte selber über die Anzahl Jahre, da sie dieses Amt ausübte und bedankte sich bei den Turnerinnen für ihr motiviertes Mitmachen und die im wahrsten Sinn des Wortes „feucht-fröhlich“ verbrachten Stunden im Hinterbüel.
Mit Knabbern und Plaudern wurde die Zwischenzeit überbrückt, bis sich die nächste grosse Überraschung einstellt: der Jodlerklub Olten besuchte uns. Eigentlich hatten diese ihren Jahresabschluss schon hinter sich, kamen aber trotzdem, um uns ein Ständeli zu bringen. Sie sangen drei Lieder. Es war wirklich etwas besonderes, den Klängen zu lauschen, ohne Verstärker, ohne Background, einfach nur Stimmen, unverfälscht... Als Zugabe sangen sie uns ein Weihnachtslied mit Jodel. Mit den besten Wünschen für die kommenden Festtage wurden sie mit einem Couvert von der Präsidentin verabschiedet.
Das Dessert durfte auch nicht fehlen: Eine Kugel Blutorangen-Sorbet mit feinem Gebäck wurde uns serviert. Ein so leichtes Dessert rutscht mühelos in bestehende Lücken. Es war so fein! Die Kaffeemaschine wurde in Betrieb genommen und schon bald machten auch die obligaten kleinen Gläschen die Runde.
Annemarie Felber bedankte sich im Namen aller Anwesenden bei den Vorstandsfrauen fürs Verwöhnt-Werden in Form eines Blumensträusschens, Margrit Liechtis wurde durch ihre Nachbarin überbracht. Weil Zählen manchmal etwas schwierig ist, waren 2 Sträusschen übrig. Eines bekam Hedi Moser, welche wegen einer gebrochenen Hand nicht an dem Abend teilnehmen konnte, und das letzte bekam die Schreibende...
Die Einladungen für die GV im Januar wurden auch noch verteilt. Ein schöner, gelungener Abend neigte sich dem Ende zu. Als sich jemand erhob, um sich zu verabschieden, geschah der allgemeine Aufbruch. Mit vielen gegenseitigen guten Wünschen für die kommenden Festtage und das neue Jahr gingen wir auseinander, beglückt über den schönen Abend und das gemütliche Zusammensein. Nochmals herzlichen Dank an die Vorstandsfrauen des FTV!    

Susi Hess

Wanderung am Ritomsee

Ein hartnäckiger Fersensporn, eine akute Kniearthrose und eine spontane Venenentzündung zwangen drei enttäuschte Turnerinnen zu Hause zu bleiben. So trafen sich bei feinem Nieselregen noch elf Frauen mit vollbepackten Rucksäcken für die 2-tägige Wanderung. Ueber Olten fuhren wir ohne umzusteigen und leider auch ohne Kaffeewägeli-Besuch mit der SBB bis Airolo, wo uns wenig später ein Bus zur Standseilbahn in Piotta chauffierte. Auf diese Bergfahrt waren wir alle schon sehr gespannt, ist doch die Ritom Standseilbahn seit 1921 die steilste öffentliche Bahn Europas. Die Fahrt dauert bei einer max. Steigung von 87.8% 12 Minuten und die Bahn überwindet bis nach Piora eine Höhe von 786 M. Der Blick während der Fahrt nach oben, wie auch nach unten, ist  atemberaubend. Der Vergleich eines Fahrgastes mit dem Bürgenstocklift ist streckenweise gar nicht so falsch und nicht alle Reisenden konnten die Fahrt wirklich geniessen.

 

Nach diesem einmaligen Erlebnis meldete sich einmal mehr ein intensiver „Kaffeegluscht“. Das Restaurant unmittelbar neben der Bergbahn war geschlossen. Wen wundert‘s, es war ja Mittwoch und nicht Wochenende. Also tröstete uns Piffi mit dem Versprechen, das Berggasthaus Lago Ritom, das in etwa einer Viertelstunde zu erreichen sei, habe sicher geöffnet. Nun war es kurz vor Mittag und das Gasthaus hatte die Tische im Restaurant bereits weiss gedeckt. Zwei initiative Kolleginnen organisierten kurzerhand einen Lappen und schon wenig später waren die Tische und Stühle auf dem Sitzplatz getrocknet und Claudia  brachte auch gleich unsere Kaffeebestellung zur Theke. Die Pause fiel dann infolge des kühlen Windes und der grauen Wolken nur kurz aus. Den feinen Kaffee haben wir aber wirklich genossen.

 

Frisch gestärkt führte uns nun unsere gemütliche Wanderung auf der rechten Seeseite durch das Naturschutzgebiet des Piora Tals, in welchem mehr als 500 Pflanzenarten wachsen. In den Wäldern dieses Hochtales herrschen Lärchen und Arven vor. Diese leuchten jeweils im Herbst in den wunderbarsten Farben. Das Val Piora ist trotz 28 Bergseen und grossen Schiefer- und Gneisvorkommen vor allem durch den Ritom Stausee bekannt.

 

Schon bald wärmten uns die ersten Sonnenstrahlen und da sich verschiedentlich Hungergefühle bemerkbar machten, hielten wir auf ein halbwegs trockenes Plätzchen für unser Picknick Ausschau. Einige passende Steine und sogar ein Bänkli luden uns zur Mittagsrast ein. Die Zeiten, wo „Wurst und Brot“ die beliebteste Verpflegung für Wanderer waren, scheinen def. vorbei zu sein. Da wurden Tupper mit Salaten, gerüstetem Gemüse und mundgerechten Obststücken aus den Rucksäcken gezaubert und genüsslich verspeist. Entlang des Naturlehrpfades  ging‘s gemütlich weiter über einen schmalen Wanderweg Richtung Alpe di Piora. Diese Alp ist mit 25km2 die grösste und schönste der ganzen Leventina und des Tessins. Nach einem leichten Abstieg führte uns  der Weg über die Brücke des Murinascia, wo bereits unser Ziel - die Capanna Cadagno -  zu erahnen war. Diese SAC-Hütte auf 1987m wurde vor zwei Jahren total renoviert. Sie wirkt heute sehr modern, mit grossen Fensterfronten und einladenden Speisesälen mit grossen Holztischen.


Nach einem feinen Stück Torta di castagna bezogen wir die zwei für uns reservierten 8er-Zimmer und montierten die bettwäscheschonenden, ganz speziellen Leintücher (was es doch alles so gibt…). Die Info des Hüttenwartes, die schmalen Leitern für die oberen Kajütenbetten seien vom Architekten für „Junge und Artisten“ konzipiert worden, liess uns mit einer unbeantworteten Frage zurück. Welcher Gruppe waren wir nun wohl zugehörig? Mit viel Gelächter und Tricks haben dann aber am Abend alle den Aufstieg unter die warmen Decken geschafft.

 

Nun war erst kurz nach 16h und die wanderfreudigen machten sich noch auf den Spaziergang rund um den nahen Cadagno-See. Das Ökosystem dieses Naturstausees mit der nach dem Val Piora benannten Piora-Schwankung ist ein Unikum in der Schweiz und in ganz Europa und wird im nahegelegenen „Forschungszentrum für Alpine Biologie“ von jährlich mehr als 2000 Forschern aus ganz Europa und aus den USA untersucht. Der See hat 3 Zonen. Das sauerstoffreiche Oberwasser wird von Bächen gespeist und bietet zahlreichen Fischen Lebensraum. Die 1.5m tiefe Zwischenschicht ist durch Schwefelbakterien stark rosa gefärbt, die das toxische sauerstofffreie Unterwasser der 3. Schicht filtern.

 

Nach diesem Abendspaziergang blieb uns noch etwas Zeit bis zum Nachtessen. Mit mehr oder weniger Konzentration wurde Skip-Bo gespielt. Dabei wurde gelacht, belehrt, kritisiert, plagiert und abgeklatscht; lustig und kurzweilig wie immer.

 

Nun ging‘s zum reservierten Tisch im Speisesaal. Erstaunlicherweise war das Haus an diesem Mittwoch total belegt. Ein megafeines Risotto und ein saftiger Braten, zusammen mit einem Glas Wein, liessen langsam etwas Ruhe einkehren. Zur Verdauung und gleichzeitig geistigen Aktivierung überraschte uns Piffi nach dem Essen mit zum Teil kniffligen Quizfragen, die dann erst noch möglichst schnell beantwortet werden mussten. Schon war es wieder vorbei mit der Ruhe und das Gekicher ging wieder los. Die Idee war aber soooooo gut! Als wir gegen 22h bereits die Letzten im Saal waren, suchten wir auch langsam den Waschraum im Keller auf und schon kurz danach wurde es in den beiden Zimmern still.

 

Ein strahlender Morgen und ein feines Frühstück begrüssten uns am andern Tag. Um 9h versammelten wir uns draussen fürs Gruppenfoto. Vorbei am Weiler Cadagno di fuori führte uns der Rückweg bei herrlicher Sonne auf der linken Seite des Ritomsees Richtung Altanca. Dort trafen wir kurz vor 13h ein und beschlossen in der Osteria etwas Kleines zu essen. Was uns kurz darauf serviert wurde, waren zwei riesengrosse Holzbretter mit vielen Tessiner Fleisch- und Käsespezialitäten. Und als wäre das nicht genug gab‘s dazu auch noch hausgemachte Polenta. So etwas kann man wirklich nur im Tessin erleben und schon dies allein wäre die Reise schon fast wert gewesen. Wir schlemmten „wie Gott in Frankreich“.

 

Zur Verdauung warteten uns noch knapp 2 Std. Wanderzeit und so machten wir uns bald auf den Abstieg über die Strada alta. Einigen Hartbelagstrecken folgten viele schöne Wiesen- und Waldwege von Altanca auf 1390m hinunter via Brugnasco, Madrano und Valle nach Airolo. In diesen schmucken Bergdörfern gab es viele hübsche und liebevoll mit Blumengärten verzierte Tessinerhäuser zu bewundern. Die vier Frauen, die für den Rückweg den Bus benutzten, erwarteten uns in Airolo.

 

Nach der letzten Einkehr bestiegen wir um 17h den Zug Richtung Heimat. Etwas verschwitzt, etwas müde und mit weitgereisten nicht gegessenen Sandwichs im Rucksack erreichten wir glücklich und zufrieden, um eine ganz tolle Erfahrung reicher, knapp drei Stunden später wieder Wangen. Es waren zwei wunderschöne Tage und wir danken unserem Piffi nochmals ganz herzlich für die Organisation.


Martha

Kürbisessen

Seit einem guten Jahrzehnt ist es Tradition, dass am ersten Montag in den Herbstferien von unseren Vorstandsfrauen in einem Restaurant in der näheren Umgebung ein Säli für unser Kürbissuppenessen reserviert wird. Wir trafen uns also am 28. September um 19h am Bahnhof und spazierten bei sonnigem Herbstwetter und der seit Tagen herrschenden Bise über Kleinwangen, dem Kreuzbach entlang, nach Kappel. Herbstferien werden auch bei Seniorinnen immer beliebter. Einige Kolleginnen, die die wunderschönen Herbsttage in den Bergen oder am Meer geniessen, konnten leider nicht dabei sein. So waren wir noch 17 Frauen, die gegen 20h das Ziel mehrheitlich zu Fuss oder per Auto erreichten und schon bald hungrig an den gedeckten Tischen auf unser Nachtessen warteten. Es gibt bestimmt dutzende von Rezepten, um eine Kürbissuppe zu kochen. Was uns im Rest. Linde dampfend heiss serviert wurde, war äusserst raffiniert gewürzt, mit gerösteten Kürbiskernen angereichert und mundete köstlich. Kein Wunder liessen sich alle zwei bis drei Teller dieser feinen Suppe servieren.

 

Langsam lehnten wir uns zurück und die Gespräche wurden wieder intensiver. Claudia, eine äusserst liebenswerte, spontane und erzählfreudige neuere Turnkollegin berichtete uns von einigen spannenden Episoden aus ihrer Kindheit, und das so authentisch (mit „Händ und Füess“ und im O-Ton), dass wir Tischnachbarinnen immer wieder schallend lachten und uns köstlich amüsierten.


Obwohl nicht mehr hungrig, wurden bald eifrig Desserts bestellt. Der Renner waren der Jahreszeit entsprechend Vermicelles.  Aber auch „Espresso mit Vanilleeis“ und das allseits geliebte Eiscafé fanden einige Geniesserinnen. Es war bereits halb elf als wir ein erstes Mal auf die Uhr schauten und unsere Konsumation beglichen. Wie immer wurde die Suppe von der Vereinskasse übernommen. Herzlichen Dank!


Für den Rückweg benutzten einige Frauen die willkommenen Mitfahrgelegenheiten. Die andern stellten sich der Herausforderung, gegen die erstaunlicherweise noch stärker aufgekommene Bise heimwärts zu marschieren. Die Kragen wurden hochgestellt, die Hände wo möglich in den Jackentaschen versteckt und das Marschtempo erhöht. Zu sagen, wir hätten diesen Vollmondspaziergang unter sternenklarem Himmel genossen, wäre wohl etwas übertrieben. Wir waren alle froh, schon bald unser gemütliches zu Hause erreicht zu haben.


Wir danken unserer Präsidentin ganz herzlich für den gelungenen Abend und die Organisation.


Martha Stähli

Minigolf 20. Juli 2015

Damit die „vereinslose“ Zeit während der Ferien nicht so lange dauert, trafen wir uns am Montag, 20. Juli beim Bahnhof in Wangen. Mit den Autos fuhren wir nach Neuendorf zur Minigolf-Anlage. 12 Frauen massen sich, respektive gaben sich alle Mühe, den kleinen Ball in das jeweils vorgesehene Loch zu treffen. Manche hatten dabei etwas mehr Glück, andere benötigten mehrere bis alle Schläge. Auf jeden Fall genossen alle einen weiteren wunderschönen Abend draussen.

 

Mit Abstand gewonnen hat Ruth Junker, fast könnte man sie als Profi bezeichnen. Den zweiten Platz teilten sich die beiden Margriten Liechti und Podesser.

Nach getaner Arbeit liessen wir den Abend im Restaurant Hotel (Motel) Egerkingen ausklingen.

 

Margrit Podesser

Vorferienprogramm: Bräteln im Asp am 29. Juni

Wie jedes Jahr, wird die letzte Turnstunde vor den Sommerferien nicht geturnt, sondern für den Grillabend reserviert. Bei schönstem Wetter spazierten 16 Turnerinnen von der reformierten Kirche ins Asp – 2 Frauen kamen später nach. Hier wartete schon Max Krebs auf uns, welcher bereits ein Feuer entfacht und die Glut zum Bräteln vorbereitet hatte. Ebenfalls lagen bereits die massgeschneiderten Kissen von Annemarie Bucher auf den Bänken, damit das Sitzen weicher und angenehmer war. Nun wurden die Rucksäcke ausgepackt und die Tische gedeckt. Zuerst  genossen wir bei schönster Aussicht einen Apéro mit feinem Gebäck, zubereitet und offeriert von Annemarie Felber. Anschliessend wurden Steaks und Würste auf den Grill gelegt. Am Schluss lag noch eine Kartoffel in der Alufolie auf dem Grill. Doch niemand hatte Lust, diese noch zu essen. So wurde diese wieder mit nach Hause genommen, angeblich zum Verzehr am nächsten Tag.  

Zum Dessert wurden alle Anwesenden mit feinen Süssigkeiten verwöhnt. Nebst dem obligaten feinen Himbeermousse von Annemarie Bucher wurden wir mit selbst gebackenen Bretzeli von Ruth Junker und einem feinen Zitronenkuchen von Margrit Liechti verwöhnt. Nebst all den kulinarischen Genüssen wurden Geschichten erzählt und Ratschläge ausgetauscht. Schlussendlich präsentierte sich uns ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Viel zu schnell war es Zeit zum Aufräumen. Dann wurden die Lichter der verschiedenen Taschenlampen begutachtet und analysiert, bevor wir den Heimweg unter die Füsse nahmen.

Allen recht herzlichen Dank, welche in der Küche standen, um die anderen Turnkameradinnen zu verwöhnen.

Margrit Podesser

1-tägige Vereinsreise

Gutgelaunt und erwartungsvoll trafen sich am 10. Juni 2015 morgens um halb acht Uhr die Frauen am Bahnhof in Wangen. Mit dem Regiozug aus Richtung Hägendorf stiess die neunzehnte Frau dazu und auf dem Bahnsteig in Olten wurden wir von der zwanzigsten Turnerin erwartet. Mit den SBB Richtung Basel begann die 1-tägige Reise nun definitiv.

 

Mit dem Trämli fuhren wir bis zur Haltestelle Schifflände. Dort entführte uns Reiseleiterin Sonja Baumgartner ins alteingesessene Café Bachmann, gegenüber dem ältesten Luxushotel von Basel. Die noble Herberge besteht seit 1681, früher bekannt unter dem Namen Drei Könige, heute als Grand Hotel Les Trois Rois weltberühmt.

 

Aber zuerst zurück ins modernst eingerichtete Café Bachmann. Der lang ersehnte Kaffee mit allerfeinsten Gipfeln wurde uns an der Theke serviert. Die Barstühle waren für unsere Frauen mit kurzen Beinen gar nicht so leicht zu erklimmen. Aber mit Unterstützung der Kameradinnen fand frau sich in erhöhter Sitzposition wieder.

 

Um 09.30 Uhr wurden wir rheinseitig bei der Schifflände von Frau Wettstein erwartet. Die gebürtige Ostschweizerin und mittlerweile langjährige Baslerin zeigte uns die Stadt, respektive die wichtigen Sehenswürdigkeiten in Gross-Basel. Als erstes wurde der Münsterhügel in Angriff genommen. Wir erfuhren, dass hier eigentlich die Stadt Basel entstand.

 

Im Zuge der bevorstehenden Kunstausstellung Art Basel, entstand auf diesem geschichtsträchtigen Platz eine Riesenskulptur aus Simplon-Gneis. Der Erschaffer dieses Monuments beschäftigte sich  noch mit den letzten Arbeiten. 

 

Während wir mit Frau Wettstein durch enge Gässchen mit ehemaligen Handwerker-Liegenschaften schlenderten, erfuhren wir, dass Basel durch die Seidenbandweberei Weltruhm erlangte. Die erste chemische Fabrik entstand aus einer Notlösung. Das Seidengarn für die Kunst des Posamentens wurde anfänglich mit Naturfarben gefärbt. Schon bald entsprach diese Einfärbung nicht mehr der anspruchsvollen Käuferschaft. Gesucht wurde eine neue Methode. Die ersten Farben entstanden durch chemische Verbindungen und somit wurde Basel ab Mitte des 16. Jahrhunderts zum internationalen Zentrum der Seidenbandweberei bis hinein ins 19. Jahrhundert. Unser Entdeckungs-spaziergang führte uns vorbei an den unzähligen Zunftkellern. Das Gässchen Spalenberg erinnerte uns an die ehemalige Radiosendung am Samstag. Doch das Haus Spalenberg Nummer 12 gab und gibt es nicht.

 

 

Die Besichtigung des Basler Münsters durfte nicht fehlen, ein imposanter Bau mit heute 2 Türmen. Geschichtlich wurde dieses Gebäude erstmals im 7. Jahrhundert erwähnt, damals noch ohne Türme entstanden. Der bewegenden Geschichte zufolge war das frühromanische Heinrichs-Münster eine bedeutende Stätte. Die alten Stühle mit Ornament-Schnitzereien – das gleiche Bild wurde immer nur für zwei Stühle erschaffen -  und die Grabstätten sind ein wahres Kulturgut. Nach einem kurzen Abstecher auf den Wochenmarkt bestaunten wir das bekannte Rathaus mit seinen seitlichen Anbauten. Dieses ist heute Tagungsort des Grossen Rates sowie des Regierungsrates und zugleich Sitz der Staatskanzlei. Eine Besichtigung lag zeitlich nicht drin. Auf dem kleinen Balkon rechts stand einst Roger Federer und wandte sich königlich zu seinen "Untertanen" wie uns Frau Wettstein voller Stolz erzählte. Wir näherten uns wieder langsam dem Rheinufer. Eine von insgesamt vier Fähren war gerade am Uebersetzen nach Kleinbasel. Diese werden von Stadtbesuchern gerne benützt und sind als touristische Attraktion nicht wegzudenken. Zudem verbinden fünf grosse Brücken die beiden Basel. Unsere Reiseleiterin zog uns mit ihrer interessanten Führung in ihren Bann und wir realisierten dabei überhaupt nicht, dass die für uns reservierte Zeit längstens abgelaufen war.

 

Zurück an der Schifflände trafen wir auf die „abtrünnigen“ Frauen, welche an der Stadtführung nicht teilnahmen und sich in der Zwischenzeit auf ihre Art vergnügten. So wurden auf dem Wochenmarkt extrem langlebige Abwaschlappen erstanden oder im Nobelhaus Les Trois Rois mit dem Schwieger-sohn, der dort angestellt ist, eine Erfrischung genossen.

 

Im Münster-Deck auf der MS Christoph Merian servierte uns die Schiffs-Crew ein feines Mittagessen. Zwischen Salatteller, Hauptgang und Dessert mit übergrosser Schwarzwälder-Torte passierten wir Richtung Rheinfelden drei Schleusen. Die Wassermengen, die das Schiff heben (oder senken) sowie der ganze mechanische Vorgang sind schon sehr eindrücklich. Wir fuhren vorbei an den beiden Flusskraftwerken von Birsfelden und demjenigen von Augst. Die dazwischen liegenden natur belassenen Uferzonen beeindruckten uns sehr. Mit der Meinung, dass auf dieser Schiffsstrecke überall bis ans Wasser alles verbaut sei, war ich nicht allein. Die kurzweilige Schifffahrt endete in Rheinfelden. Sonja schlug drei Varianten Spaziergänge vor. Die mittlere Wegstrecke auf deutscher Seite obsiegte. Schliesslich freute sich frau auf’s Lädele. Die Sicht auf das schweizerische Rheinfelden mit dem Altstädtchen und der Brauerei Feldschlösschen etwas ausserhalb auf der einen Seite und auf die Thermalbadanlage auf der anderen Seite veranlasste uns immer wieder zum Innehalten. Dazu animierten die unzähligen Holzliegen erst recht. Im deutschen Rheinfelden luden die vielen Geschäfte zum Stöbern und eben lädele ein. Spezielle Folie zur Anfertigung von Tischsets, Applikationen um Kinderhosen zu flicken und allerlei weitere Dinge wurden entdeckt und erstanden. Einmal Kleidergeschäft, immer wieder Kleiderladen. Ein Grüppchen Frauen erstand zu herabgesetzten Preisen leichte und modische T-Shirts. Es dauerte nicht lange und die Käuferschaft aus Wangen behändigte kurzerhand die Esprit Boutique. Blusen, Foulards und eben T-Shirts waren der Renner und die Verkäuferin überglücklich ob der ausge-brochenen Kaufslust. Abbruch nicht in Sicht, denn mittlerweile wechselten wir auf die schweizerische Seite. Das wunderschöne Altstädtchen mit seinen gepflegten Häusern und den sehenswerten Wirtshaus-Schildern ist eine Augenweide. Und in diesen Gebäuden sind viele kleine und feine Geschäfte beheimatet. Taschen, Rucksäcke, Schirme, Schuhe und sogar ein spezielles Blumengefäss im Shappy Chic Stil wechselten die Besitzer resp. Besitzerinnen. Dazwischen standen Ruhepausen in einer der vielen  Gassenbeizen auf dem Programm.

 

Erstens gibt shoppen Durst und zweitens mussten Bestandesaufnahmen über die gekauften Gegenstände gemacht werden. So kam es dazu, dass ein gar nicht benötigter Rucksack vor Ort die Besitzerin wechselte. Das Gelächter hallte durch die Marktgasse, derweil die ehemalige Besitzerin schon wieder auf der Suche nach etwas Anderem war. Der Aufenthalt in den beiden Rheinfelden bleibt wegen der auf einer Reise noch nie da gewesenen Kaufsorgie mit vielen beratenden Kommentaren einfach unvergesslich.

 

Ein bisschen müde ob all den Erlebnissen, ging es hinauf zum Bahnhof Rheinfelden. Die Meldung über den Ausfall unseres Zuges sorgte kurz für Aufregung. Sonja informierte sich per Natel über das Wie-Weiter und wir fanden Platz in einem der Folgezüge und kamen halt etwas später in Olten an. Hauptsache – wir kamen an – und konnten über unsere Eindrücke daheim berichten.

 

Unserer Reiseleiterin Sonja Baumgartner gebührt für den tollen Ausflug ein riesengrosses Dankeschön und für den von Sonja und ihrem Mann Rolf spendierten Kaffee mit Gipfel ein besonderes Merci.

 

Vreni Roppel

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