Anlässe FTV 2016

Kürbissuppen-Essen

Am ersten Oktobermontag lädt der FTV zum traditionellen Kürbissuppe-Essen ein. Diesmal fand es im Feldschlösschen Wangen statt. Eine ansehnliche Gruppe versammelte sich beim Marienheim und machte sich zum „Appetitholen-Bummel“ auf: Bachweg, Schwankenrain, Hasenweid, Tennisplatz, wo uns die Berner Alpen in der Abenddämmerung begrüssten. Zielstrebig ging es retour in die warme Gaststube, wo wir mit hübsch dekorierten Tischen, Ruth Junkers Werk, überrascht wurden. Vielen Dank, Ruth!

 

Die vorgesehenen 30 Plätze wurden restlos aufgefüllt, da eine stattliche Anzahl passiver Turnerinnen der Einladung Folge leistete. Die Älteste wird demnächst 97 Jahre! Schön, die Ehemaligen wieder einmal dabei zu haben! Leider konnte die Präsidentin nicht dabei sein. Wegen eines Augenleidens ist ihr äusserste Schonung auferlegt. Doch umsichtige Vorstandsfrauen suchten Abhilfe: mit einer Grusskarte und einem Tupperware, gefüllt mit Kürbissuppe, wurde die Abwesende überrascht und so miteinbezogen – tolle Idee! Danke den beiden Initiantinnen! Ein Vorzug der innerortlichen Veranstaltung, welche die Über-die-Gasse-Bewirtung überhaupt möglich machte.

 

Die feine Suppe wärmte und fand dementsprechend Zuspruch. Ein oder auch zwei Nachschläge waren durchaus möglich. Es war wunderbar! Die Gespräche waren angeregt und es wurde nur leiser, während wir zu löffeln hatten. Später wurde noch ein frischer Fruchtsalat serviert, um das herrliche Abendessen abzurunden! Ein Kompliment an die Küche des Feldschlösschens! Und ein herzliches Danke-Schön den Organisatorinnen!

 

Susi Hess

Vereinsreise, 01.09.2016

2 Tage Stoos/Fronalpstock

 

Der Wetterbericht kam für das Ausflugsziel des FTV nicht schlecht daher, als sich 14 Frauen auf den Weg in die Innerschweiz machten. Grosser Wermutstropfen: Eine der Organisatorinnen konnte wegen arger Unpässlichkeit nicht am Ausflug teilnehmen..! Sooo schade! Sie steuerte uns per SMS ans Ziel – Diesmal war Programm nach Ansage Trumpf: wandern, wellnessen, bergsteigen, Bähnli fahren. Ganz nach Lust, Wetter und Laune. Es sah jedenfalls nicht schlecht aus, als wir im Wellness- und Seminarhotel unser „voriges“ Gepäck deponierten. Nach einem Kaffee machten wir uns zum Rundgang „Moorlehrpfad“ auf. Durch das z.T. verschlafene Feriendorf Stoos gelangten wir bald an dessen Beginn. Gemächlich wanderten wir von Station zu Station zum wunderschönen Picknick-Platz mit toller Aussicht. Nebel oder Wolken verhüllten den grossen Mythen, deren Bilder am Himmel änderten sich ständig. Wir genossen den Sonnenschein. Ein 1. Apéro beim Alpstübli rundete den Auftakt ab, bevor wir unsere Zimmer im Hotel bezogen und uns unverzüglich ins Bad- und Wellnessvergnügen stürzten. Auch hier galt: ausprobieren, geniessen was frau am besten zusagte. Eine grosse Liegewiese mit Liegestühlen und Sonnenschirmen machte das Ganze perfekt, abgesehen von einer Früchte-/Gemüse-/Saft-/Kaffeebar, wo wir allfälligen Durst oder „Glüschte“ stillen konnten.

 

Um 19.00h war das Nachtessen angesagt: Ein Traum eines 4-Gang-Menüs, leichte Küche, schöne Teller, eine hervorragende Bedienung liessen keine Wünsche offen! GENUSS IN GROSSEN BUCHSTABEN! Eine Stunde Spiel zum Abschluss für die Unentwegten fehlte auch nicht. Andere suchten Sterne, die versteckten sich hinter dem aufsteigenden Nebel, aber den ziehenden Schwaden zuzuschauen, war auch faszinierend. Um 23 Uhr begann es zu schütten…

 

Der neue Morgen präsentierte sich frisch gewaschen. Nach dem tollen Frühstücksbüffet und dem Räumen der Zimmer hiess es: auf zu neuen Ufern! Von der Gratwanderung Klingenstock/Fronalpstock sah man ab, weil der Boden doch stark durchnässt war und die Gefahr des Rutschens zu gross schien. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wird für diese Wanderung vorausgesetzt! Also Fronalpstock! Zu Fuss, per Bahn oder beides zum Teil, alles war möglich. Einige machten sich gleich an den Aufstieg. Die andern bestiegen die Sesselbahn, ein Stück weit? oder ganz hinauf? Oben lockte die Weitsicht und der Rundweg, aber auch den oberen Teil zu erwandern, hatte grossen Reiz. Die Temperaturen waren angenehm, die Blumen wunderschön, die Ziegen und Kühe leisteten Gesellschaft, und immer wieder bekam die Aussicht einen neuen Aspekt. Beim Restaurant oben trafen wir uns wieder, tauschten aus, bestätigten uns gegenseitig die Einmaligkeit dieser Reise, bestaunten die Rundsicht, die sich stets verändernden Wokentürme, verpflegten uns und schmiedeten Pläne für den Rest des Tages. INDIVIDUALITÄT war Thema. So bot nochmaliges Wellnessen, wie Absteigen oder Hinunterfahren verschiedene Optionen… und wurden entsprechend ausgeübt, samt Zwischenhalt im Bergrestaurant „Welesch“(Selbstbedienung). Der Wirt war so froh, dass wir kamen, dass er uns nicht nur bediente sondern auch noch unterhielt… Beim Hotel das Gepäck wieder vervollständigen, die Nachmittagssonne geniessen und die Heimreise ins Auge fassen. Wir waren uns einig: es war eine tolle Idee, wellnessen und wandern zu verbinden, der Ort ist super, die Adresse stimmig, die beiden Tage waren soooo lang, gut gefüllt und einfach SCHÖN! Eine entspannte und zufriedene Schar machte sich auf die Heimreise, die komplikationslos verlief. Ein riesiges Dankeschön den beiden Organisatorinnen Sonja und Margrit, es war ganz toll, eben: Genuss pur!

 

Susi Hess

Vorferienprogramm

Wie immer trafen wir uns am letzten Montag vor den Sommerferien zum Grillplausch im Asp. 19 Turnerinnen spazierten bei strahlendem Sonnenschein zum Grillplatz. Dort hatten Max und Silvia das Feuer bereits angezündet und auf den Sitzbänken waren von Anna Maria auch schon Buchers Sitzkissen platziert worden. Es ist unglaublich wie wir jedes Jahr wieder verwöhnt werden. Diesmal brachte Annemarie aus ihrer Backstube einen mit Basilikum-Rucola-Pesto und feinen Trockenfleischstreifchen gefüllten Zopf, der allen zu Vrenis Apérowein so gut mundete, dass schon bald das letzte Stück vom grossen Teller verschwunden war.

 

Wie schon oft betätigte sich Ruth alsbald als Grillmeisterin und wendete routiniert unsere Würste und Steaks, so dass wir in aller Ruhe die gluschtigen Salate und sonstigen Beilagen auspacken konnten. Es fehlte uns an nichts und unsere Grilladen dufteten herrlich. Dass aber fürs Dessert noch etwas Platz bleiben sollte, ist für alle zu einer äusserst geliebten Tradition geworden. Was wäre ein Brätliabend ohne Anna Marias Himbeermousse? Kaum vorstellbar…

 

Die Sonne war schon hinter den Jurahügeln versunken als wir nach einer letzten Tasse Kaffee unsere sieben Sachen langsam zusammen packten und den Platz aufräumten. Ohne Vrenis Organisation, dem feurigen Einsatz von Max mit seiner gratis Holzlieferung, sowie den fleissigen Apéro- und Dessertspenderinnen, wäre der gemütliche Abend nur halb so schön. Ganz herzlichen Dank allen Heinzelmännchen für ihren Beitrag.

 

Martha Stähli

Ausflug Klewenalp

Schon wieder durften wir uns auf einen liebevoll geplanten Ausflug – diesmal gings in die Innerschweiz - freuen. Mit Bahn und Bus erreichten 21 Turnerinnen kurz nach 9h Beckenried, wo in der Gartenwirtschaft direkt am See bereits für unseren Kaffeehalt mit Gipfeli reserviert war. Frisch gestärkt und schon etwas in Ferienstimmung brachte uns die Gondelbahn schon bald bei strahlendem Sonnenschein auf die Klewenalp. Hier bestaunten wir als erstes die putzigen Murmeltiere, bevor wir den etwa 1 ½ stündigen Panoramarundweg unter die Füsse nahmen. Auf einer Strecke von 700 Metern sind bis zu 120 verschiedene Alpenblumen zu bewundern. Nebst Edelweiss, Enzian und hunderten von Trollblumen gibt es viele teils recht seltene Bergblumen zu bestaunen.

 

Nach dem gemütlichen Spaziergang um den Klewenstock erwartete uns im Berggasthaus Panorama ein ausgezeichnetes Mittagessen und ein gluschtiges Dessert. Es blieb uns anschliessend noch etwas Zeit zum Verweilen, bevor uns die Gondelbahn wieder ins Tal brachte.

 

Als nächsten Höhepunkt freuten wir uns auf die Schifffahrt von Beckenried nach Luzern. Im gut besetzten Schiff suchte sich jedes ein schattiges, oder zumindest ein luftiges Plätzchen und genoss den Ausblick auf die zahlreichen Parkanlagen und teils noblen Villen an denen wir langsam vorüber glitten. 14 Frauen entschieden sich, bei der Haltestelle Verkehrshaus auszusteigen. Vorbei an den vielen sich tummelnden Touristen spazierten sie über die ca. 3 km lange Uferpromenade – mit einem kurzen Zwischenhalt am Glacestand – in den Stadtkern. Mit Blick auf die reich mit Sommerblumen geschmückte Kapellbrücke liessen sich viele in einem Beizli entlang der Reuss mit einem kühlen Getränk verwöhnen, bevor wir uns gegen 18h alle wieder am Bahnhof zur Heimfahrt trafen.

 

Liebe Sonja, wir danken dir ganz herzlich für den abwechslungsreichen Ausflug und die perfekte Organisation.

 

Martha Stähli

Maibummel im Bally Park

Nach kalten Tagen mit Dauerregen zeichnete sich für unseren Maibummel-Montag eine leichte Wetterbesserung ab. So machten sich kurz nach 18h ein paar gut besetzte PW’s auf Richtung Schönenwerd, wo auf dem Parkplatz der MZH Niedergösgen bereits 2 Turnerinnen in der milden Abendsonne warteten. Über das nahe gelegene Brüggli erreichten wir nach wenigen Schritten bereits den zwischen der Eisenbahnlinie und der Aare wunderschön angelegten Park.

 

Zur Geschichte: Carl Franz Bally, der Gründer der Bally-Schuhfabriken, begann 1868 mit der Trockenlegung des sumpfigen Schachenlandes und baute als erstes auf dem gewonnenen Land einen Gewerbekanal, der den Antrieb des firmeneigenen Kraftwerkes gewährleistete. Als nächstes liess er zwischen diesem Kanal und der Bahnlinie eine erste Parkanlage anlegen, die als Erholungsraum für die Arbeiter und die Öffentlichkeit bestimmt war. 20 Jahre später wurde im Zug der Aare-Korrektur weiteres Schwemmland trockengelegt und der Park erweitert indem die beiden Flussarme zu einem System von Teichen umgeformt wurden. Mit sorgfältig ausgewählter Bepflanzung und verschiedenen Parkbauten wurde so das Areal zu einem harmonischen Landschaftsgarten gestaltet.

 

1919 liess Bally mitten im Park das Kosthaus erstellen, wo sich die Arbeiterschaft für wenig Geld verpflegen oder das von den Frauen zu Hause erstellte Essen (welches vom Milchwägeli in den Ortschaften eingesammelt und überbracht wurde) einnehmen konnte. Heute ist dieses Gebäude in Privatbesitz und kann für verschiedene Anlässe wie Hochzeiten etc. gemietet werden.

 

Der gut erhaltene Holzspycher stammt aus dem Jahr 1588 und wurde erst in den 30er Jahren von Gränichen in den Park gebracht. 1851 begann man mit der Schuhproduktion und bereits ab 1855 exportierte die Schuhfabrik Bally nach China. Auf Grund dieser Handelsbeziehung wurde schon bald der Chinesische Pavillon erstellt. Mit dem mehrfachen Verkauf der Firma bemühten sich die Investoren nicht mehr um den Park. Nach Jahrzehnten der Verwahrlosung wurde in den 1990er Jahren mit bescheidenen Mitteln begonnen, den Park wieder in Stand zu stellen. Im Jahr 2001 wurde dieser von den Einwohner- und Bürgergemeinden Schönenwerd, Gretzenbach und Niedergösgen übernommen. Dies und noch viel mehr hat uns Vreni im Park erzählt. Herzlichen Dank dafür! Auf unserem Spaziergang trafen wir auf einen älteren Herrn, der sich spontan anbot, uns noch einiges über den Park zu erzählen. So erfuhren wir von Herrn Fehr dass er der Verantwortliche für den Wasserhaushalt im Park sei. Das Pumpenhaus enthält heute noch die Steuerung, die das Wasser aus der tiefer liegenden Aare in die höher gelegenen Weiher pumpt. Zwei Weiher wurden seinerzeit vom Seitenarm der Aare und ein dritter Weiher vom alten Energiekanal angelegt. Die beim Hochwasser im August 2007 vollständig zerstörten Pfahlbauten baute man im Jahr 2008/2009 im Massstab 1:2 originalgetreu wieder auf. Gerade vor wenigen Tagen wurden die Firste durch einen Schilfdachdecker und seinen Helfer mit Roggenstroh ausgebessert, was alle 2-3 Jahre nötig wird. Es gäbe noch viel zu erzählen und ein Spaziergang lohnt sich in diesem Park zu jeder Jahreszeit, nicht nur im Frühling, wo alles satt grün leuchtet und wo wir dank etwas Glück sogar einen Schwan auf seinem Nest beim Brüten seiner 5 Eier beobachten konnten.

 

Etwas abrupt mussten wir uns von Herrn Fehr verabschieden, wurden wir doch im Rest. Schmiedstube an 2 schön gedeckten Tischen erwartet. Nicht alle kannten das Restaurant mit seiner gemütlichen Atmosphäre, den speziellen Deckenlampen im modernen italienischen Stil und den vielen Dekorgegenständen die zum Hingucken verführen. Schon bald hatten wir unsere Getränke bestellt. Etwas länger dauerte es bis sich bei dem reichhaltigen Angebot jede der 27 Frauen für ein gluschtiges Nachtessen entscheiden konnte. Da wurden Spargeln, das „Montags-Angebot Cordon-bleu“, ein Curry-Spezial und allerlei Salate mit Pouletfleisch, Erdbeeren usw., bestellt. Natürlich durften auch die obligaten Pommes Frites nicht fehlen! Alle genossen ihr leckeres Essen bei einem gemütlichen Schwatz, bei Piffi’s obligatem Witz und bei viel Gelächter und im Nu war es Zeit für den Aufbruch.

 

Herzlichen Dank den Organisatorinnen für den informativen und kurzweiligen Abend.

 

Martha Stähli

Besuch Louis Widmer

Der Weg von der Entwicklung zum fertigen Präparat ist lang und das interessiert uns Frauen doch sehr. Die Kosmetiklinie Louis Widmer ist vielen bekannt. Aber nicht alle wissen, dass es sich dabei um ein Schweizer-Produkt handelt.

 

Um mehr über diese Firma und den Werdegang der vielen Cremes zur Gesichts- und Körperpflege zu erfahren, besammelten sich am 27. April um 12.00 Uhr 17 Turnerinnen am Bahnhof Wangen, um gemeinsam nach Schlieren zu reisen.

 

Nach einem gut zehnminütigen Fussmarsch ins Industriequartier kamen wir etwas vom Winde verweht und voller Erwartungen im Firmengebäude an. Nach einem herzlichen Empfang führte uns Frau Borer in ein grosses Zimmer, das für Sitzungen und eben auch für Führungen verwendet wird. Wir wurden aufgefordert Platz zu nehmen, im Wissen, dass vielleicht tags zuvor hier die Firmenleitung unter dem Vorsitz von Annemarie Widmer und möglicherweise im Beisein von Firmenbotschafterin und Model Sarina Arnold getagt hat.

 

Schon zu Beginn wurden wir beschenkt. In einer kleinen Tragtasche kamen eine umfassende Broschüre, Kosmetikprodukte und eine süsse Ueberraschung zum Vorschein. Frau Borer forderte uns auf, die noblen Luxemburgerli von Sprüngli bald zu geniessen, bevor sie uns sehr sympathisch die Entstehung und die Philosophie dieses Unternehmens mit heute über 250 Mitarbeitern und Tochtergesellschaften in 5 europäischen Ländern erklärte.

 

Der Firmengründer Louis-Edouard Widmer und sein Sohn Louis Max besassen durch ihre berufliche Tätigkeit bereits viel Wissen und Erfahrung im internationalen Kosmetikgeschäft und wagten 1960 den Schritt in die Selbständigkeit. In Uitikon bei Zürich legten sie mit der eigenen Firma Louis Widmer + Co den Grundstein für die heutige Firma Louis Widmer SA. Die gemeinsame Vision bestand vorerst in der Entwicklung einer Produktelinie, welche die neuesten wissenschaftlichen Kenntnisse aus der Dermatologie über die gesunde und kranke Haut einbezog und die Hautalterung mitberücksichtigte. Die beiden Widmer gelobten, ihre ganze Kraft für ihre Vision einzusetzen und die Losung hiess: “Für die Haut leben“. Das grösste menschliche Organ Haut und seine Funktionen faszinierte die Widmers. Sie schützt den Körper nicht nur vor mechanischen, chemischen und thermischen Einflüssen und Schäden, sondern auch vor vielen Krankheitserregern. Sie dient der Temperaturregulierung und ist wichtig für einen geregelten Wasserhaushalt.

 

Die anschliessende Führung durch den Betrieb gab vertiefte Einblicke in die Entwicklungs-stationen für neue und verbesserte Produkte. Die Herstellung der Cremes in 200 l und 500 l – „Kochtöpfen“ und das Einfüllen in die entsprechenden Töpfchen, Tuben oder Flacons konnte aus hygienischen Gründen hinter Glas verfolgt werden. Dabei erfuhren wir, dass für das Aufbereiten der Rezepturen meistens ehemalige Bäcker oder Confiseure angestellt werden. Der weitere Weg führte uns in die Abteilung Auslieferung. Hier werden die Bestellungen gerüstet und zum Versand an den schweizerischen Fachhandel, ausschliesslich Drogerien und Apotheken, bereitgestellt. Zudem werden die Artikel in weitere 15 Staaten an ausgesuchte Partner geliefert, darunter auch Russland und die arabischen Länder. Die hauseigene Druckerei bedruckt die Ver-packungen in den jeweiligen Landessprachen. Die Louis Widmer SA beschäftigt in Schlieren auch behinderte Menschen. Diese verpacken in reiner Handarbeit verschiedenste Musterkollektionen. Nach der sehr interessanten Betriebsführung trafen die Turnerinnen wieder im Sitzungszimmer ein. Frau Borer machte auf das bereitstehende Mineralwasser aufmerksam und leitete über zur Probierrunde. Was sehr verhalten begann, steigerte sich zur kompletten Beratungs- und „Sälbelirunde“. Hätten die Produkte direkt erstanden werden können, wäre der Kaufrausch Rheinfelden übertroffen worden. Die vorgegebenen 2 Stunden waren bereits überschritten, als Initiantin Margrit Podesser mit einem süssen Gruss aus Wangen Frau Borer für die tolle Betriebsführung dankte.

 

Der Spaziergang zurück aus der Industriezone in den alten Dorfkern von Schlieren führte uns durch einen Park vor der Stadtverwaltung, vorbei an einem sehr belebten Entenweiher ins Stürmeierhuus. In diesem altehrwürdigen Riegelbau aus dem 16. Jahrhundert lebte vor rund 170 Jahren der Steuereinzieher der Gemeinde, namens Meier. Im Besitz der Stadt Schlieren wurden für das inzwischen unbewohnbare Haus erste Umbaupläne für ein Gemeinschafts-zentrum geschmiedet. Noch vor Beginn der Bauarbeiten wurde 1982 die reformierte Kirchgemeinde Eigentümerin des Stürmeierhuuses. Ein Restaurant mit Säli im Erdgeschoss, verschiedene Mehrzweckräume mit Küche im 1. Stock, sowie Büros für die reformierte Kirchgemeinde und im obersten Stock unter dem Dach ein grosser Saal für 230 Personen mit Bühne und Küche wurden am 31. Mai 1986 offiziell eröffnet. Das kulinarische Angebot im Restaurant war für unseren Zvierihalt sehr umfangreich. Wurst-Käse-Salat, einfach oder doppelt, Salatteller oder besser Salatschüsseln mit oder ohne Pommes und vieles mehr wurde bestellt. Und wer einen einfachen Zvieri-Nussgipfel bestellte, bekam diesen meistens auch geliefert und wurde - weil vorhanden - mit Gabel und Messer in mundgerechte Stücke zerlegt.

 

Die Rückreise resp. die Abfahrtszeit des Zuges mahnte zum Aufbrechen, denn schliesslich wurden wir in Wangen etwas nach 19.00 Uhr erwartet, frisch gestärkt und nach diesem Tripp mit faltenlosen Gesichtspartien versteht sich. Unserer Reiseleiterin Sonja Baumgartner und Margrit Podesser für die Organisation der Firmenbesichtigung ein herzliches Dankeschön.

 

Vreni Roppel

85. Generalversammlung

Präsidentin Vreni Roppel begrüsste am 27. Januar 2016 im Restaurant Gäuerstübli 35 Turnerinnen, Frei- und Ehrenmitglieder zur 85. Generalversammlung. Leider mussten wir im vergangenen Vereinsjahr von vier Turnerinnen für immer Abschied nehmen: Am 17. Mai 2015 verstarb Olga Hunziker im 87. Altersjahr. An der 75. GV im 2006 durften wir sie noch für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft ehren. Bis fast zuletzt nahm sie rege an den Aktivitäten des Vereins teil und sie wird uns mit ihrer unterhaltsamen Art und ihren wagemutigen Velofahrten in guter Erinnerung bleiben. Im Alter von 92 Jahren verliess uns Bethli Frey am 10. September 2015. Sie trat 1963 unserem Verein bei und konnte vor drei Jahren für ganze 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden. Ein langjähriges Mitglied verstarb am 20. November 2015. Marie Hertig durften wir ebenfalls an der GV 2013 zu stolzen 65 Jahren Vereinsmitgliedschaft gratulieren. Am 7. Januar 2016 verstarb Erna Husi. Auch sie war eine langjährige Turnerin und wurde an der letzten GV für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. In einer Schweigeminute gedachten wir dieser vier verstorbenen Turnerinnen und wir werden sie in bester Erinnerung behalten.

 

Jahresberichte

Vreni Roppel liess die Anlässe ausserhalb des Turnbetriebs im vergangenen Jahr in einem unterhaltsamen Jahresbericht nochmals Revue passieren. Wie jedes Jahr wurde im Januar mit der Führung des Festwirtschäftlis am Hallensporttag der Jugendriege gestartet. Im April erlebten 19 Frauen einen sehr interessanten Nachmittag im Polizei-Museum in Zürich. Museumskurator Fritz Hürzeler führte uns durch die Museumsräume, erzählte über eindrückliche Fälle aus der Kriminalgeschichte und erklärte die technischen Hilfsmittel der Polizei. Wegen starker Regenfälle an den Tagen zuvor führte uns der Maibummel nicht wie geplant der Aare entlang, sondern durch die Quartiere von Trimbach. Auf der 1-tägigen Vereinsreise lernten wir dank der Stadtführung durch Frau Wettstein Basel besser kennen. Die Rhein-Schifffahrt mit der MS Christof Merian, die drei Schleusendurch-gänge und das feine Essen an Bord waren ein Erlebnis. Ebenso die Besichtigungen der beiden Rheinfelden. Am 29. Juni verbrachten 18 Frauen einen gemütlichen Waldabend im Asp bei Grilladen. Die 2-tägige Vereinsreise führte ins Tessin mit einer Wanderung um den Lago Ritom. Auch die Verantwortlichen für den Jugendsporttag im August durften wieder auf unsere Hilfe zählen. Das Kürbissuppenessen à discrétion Ende September genossen 17 Turnerinnen im Restaurant Linde in Kappel. Das Bedürfnis, sich auch während der Ferienzeit zu treffen, war gross und entsprechend die Teilnehmerzahlen. Spaziergang nach Hägendorf, Minigolfen in Neuendorf, Wanderung auf das Sälischlössli und der Besuch des Tierparks Mühletäli mit dem Gripsweg begeisterten die Turnerinnen zum Mitmachen. Gemütliche Stunden durften am Adventshöck 36 Frauen bei einem feinen Essen mit Dessert und dem Auftritt des Jodlerclubs Olten geniessen. Brigitta Schöni liess die Anwesenden in ihrem Bericht auf die turnerische Tätigkeit zurückblicken. An 27 Abenden wurde abwechslungsreich in der Halle und im Freien geturnt. Susi Hess leitete an 7 Abenden die Badestunden im Hallenbad.

 

Rechnung 2015 / Budget 2016

Budgetiert war eine Vermögensminderung. Dank Spenden fiel aber das Minus der Rechnung geringer aus als geplant. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön den Spender/Innen und Gönner/Innen für die finanzielle Unterstützung, welche wir sehr schätzen. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert. Für das Jahr 2016 ist wieder ein Defizit budgetiert, welches jedoch einstimmig genehmigt wurde.

 

Mutationen und Wahlen

Erfreulicherweise durften wir zwei neue Turnerinnen, Margrit Schmidli und Serena Klopfenstein aufnehmen und willkommen heissen. Demgegenüber ist jedoch ein Austritt zu verzeichnen. Von zwei langjährigen Vorstandfrauen wurde leider die Demission eingereicht: Marianne Hürzeler nach insgesamt 24 Jahren und Maria Merz nach 17 Jahren Mitarbeit. Als Nachfolgerinnen wurden einstimmig gewählt: Jacqueline Büchler und Annemarie Felber. Der restliche Vorstand wurde in Globo einstimmig wiedergewählt. Der Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen: Vreni Roppel, Präsidentin – Brigitta Schöni, technische Leiterin - Margrit Liechti, Planung Turnbetrieb - Margrit Podesser, Kassierin – Annemarie Felber, Aktuarin – Jacqueline Büchler, Gratulationen und Materialverwaltung – Sonja Baumgartner, Reisen/Ausflüge. Kassenrevisorinnen: Martha Stähli und Madlen Bachmann. Leider musste Susi Hess aus gesundheitlichen Gründen die Badeaufsicht aufgeben. Mit Céline Elber haben wir glücklicherweise eine geeignete Nachfolgerin gefunden.

 

Jahresprogramm 2016

Für dieses Jahr ist wiederum ein vielfältiges Programm mit abwechslungsreichen Turnstunden mit Brigitta Schöni, Baden mit Céline Elber sowie Reisen und Anlässen vorgesehen und wir hoffen auf viele Teilnehmende. Auch der Ferientreff wird weitergeführt. Die Interessierten treffen sich jeweils am Montag um 14.30 h auf dem Bahnhofplatz in Wangen. Es wird vor Ort entschieden, was unternommen wird. Am 18. April ist der Treffpunkt um 13.30 h und das Ziel ist der Holzweg in Balsthal. Vreni ermuntert alle, weiterhin fleissig die Turn- und Badestunden zu besuchen. Mit einer Teilnahme werden die Vorbereitungsarbeiten von Brigitta Schöni und Céline Elber anerkannt.

 

Ehrungen

Für fleissigen Turnstundenbesuch erhielt Margrit Liechti als einzige eine Auszeichnung. Für langjährige Vereinsmitgliedschaft konnten dieses Jahr zwei Frauen geehrt werden. Vor 30 Jahren wurde Elsa Hofer aufgenommen. Vor 40 Jahren trat Heidi Gäumann dem Verein bei. Mit einem Präsent gratulierte Vreni beiden Frauen recht herzlich zur langjährigen Mitgliedschaft. Während 13 Jahren stand Susi Hess als Badeaufsicht am Beckenrand im Hinterbüel und veranstaltete mit uns die tollsten Wassergymnastiklektionen. An der Adventsfeier durfte Susi ein grosses Dankschön empfangen. Marianne Hürzeler gehörte total während 24 Jahren dem Vorstand an. Von 1991 bis Ende Vereinsjahr 2002 schaute sie zu unseren Vereinsfinanzen, pausierte ein Jahr und kam 2004 wieder in den Vorstand zurück, zuständig für Gratulationen und Materialverwaltung. Maria Merz schrieb von insgesamt 17 Vorstandsjahren 16 Jahre lang die Protokolle. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde den scheidenden Vorstandsfrauen die wohlverdiente Ehrenmitgliedschaft des FTV Wangen verliehen.

 

Abschliessend bedankte sich die Präsidentin bei allen, welche während des Jahres mitgeholfen haben. So durfte eine stattliche Anzahl Turnerinnen, die nicht dem Vorstand angehören, ein kleines Präsent als Dank entgegennehmen, sei es für den Einsatz in der Redaktionskommission des Mitteilungsblattes Wangner Turner, für Berichterstattungen und Fotos, für besondere Einsätze u.a. in den Festwirtschäftli, für Reisevorbereitungen oder für das Verteilen der Vereinspost. Ebenfalls bedankte sie sich bei den Vorstandsfrauen für die tatkräftige Unterstützung im vergangenen Jahr. Nach einer speditiven GV erhielten alle einen feinen Imbiss mit einem panierten Plätzli, Salaten und Pommes Frites in Schüsseli zur Selbstbedienung. Romy Kofmel spendierte allen Anwesenden einen Kaffee oder sonst ein Getränk. Margrit Podesser übernahm aus Anlass ihres 65. Geburtstages die restlichen Getränke und Herr Altay überraschte uns mit einer Heimweg-Bowle. Dafür allen ein herzliches Dankeschön.

 

Margrit Podesser/Vreni Roppel

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